Chaos | Die Kastrierung von Uranos | Die Rettung des Zeus | Die Titanomachie
Die Menschheit des antiken Griechenlands, in ihrem Versuch, sich bestimmte metaphysische Phänomene und Ängste zu erklären, erfand erstaunliche Mythen im Bezug zur Enstehung der Welt (Kosmogonie) und der Schöpfung der Götter (Theogonie). So bildeten die antiken Griechen ihr eigene, herrliche, jedoch menschliche Welt der Götter und rechtfertigten somit abstrakte Bedeutungen wie die Liebe, die Geburt oder den Tod.
Der Ursprung der Götter in der altgriechischen Religion wurden ausführlich in der Theogonie, dem berühmten Gedicht des altgriechischen Verfassers Hesiod, um circa 800 V.Chr. beschrieben.
Dem Verfasser entsprechend, muß die Kreation der Götter in vier Teile untergliedert werden:
a. Das Bestehen von Chaos
Chaos galt als eine rauhe, verwirrte Masse oder Leere, doch wurde er schließlich von Gaia (die Erde) und Eros (das Verlangen) gefolgt, die entstanden, um jedes logische Denken und Handeln zu entwerten. Anschließend gebar Gaia Uranos (den Himmel), den Pontus (das Meer) und die Berge.
b. Die Kastrierung von Uranos
Einstige Aufgabe des Uranos war es, Gaia mit seinem Sternenmantel zu umgeben und bedecken, doch kam es sehr bald zu einer Union zwischen Uranos und Gaia und sie wurden das erste göttliche Paar der Welt.
Gaia gebar mit Uranos die zwölf Haupttitanen, drei Zyklopen und drei Hekatoncheiren(die Hundertarmigen). Doch war Uranos sehr beängstigt, seine eigenen Kinder würden ihm die Macht entziehen, daher entschied er sich, seine Kinder eins nach dem anderen zu verschlingen.
Gaia befand sich in tiefem Leid und Trauer über den Verlust ihrer Kinder, somit entschloß sie sich, ihrem jüngsten Sohn Kronos (der Zeit) eine Sichel zu reichen, um seinen Vater zu kastrieren. Kronus kastrierte seinen Vater, während er schlief; das Blut von Uranos wurde von Gaia gesammelt und sie erschaffte damit die Erinyen (Furien), Riesen und melische Nymphen.
Letztendlich warf Kronos die Genitalien seines Vaters ins Meer, und ringsum entwickele sich Schaum, der in der Insel Kythera begann und dann langsam seinen Weg zum zypriotischen Ort Paphos fand. In Paphos umformte sich der Schaum in Aphrodite, der Olympischen Göttin der Liebe und Schönheit.
c. Die Rettung von Zeus
Nach seiner glorreichen Tat rettete Kronos seine Brüder und Schwestern und teilte sich den Kosmos mit ihnen. Hierauf verband er sich mit Rhea und sie schöpften Kinder, die sich später als die Olympischen Götter entwickeln sollten.
Leider erwies es sich jedoch, daß Kronos die gleiche Furcht mit seinem Vater entwickelte, somit fing er an, ebenfalls seine eigenen Kinder zu verschlingen.
In ihrer tiefsten Trauer kam Rhea zum Entschluß, wenigstens ihr jüngstes Kind Zeus zu retten, und es gelang ihr, ihren Partner Kronos zu betrügen, indem sie ihm statt Zeus einen gewaltigen Stein in Windeln übergab. Um Zeus danach zu beschützen, schickte ihn Rhea dann zur Insel Kreta.
d. Der siegreiche Kampf der Olympischen Götter gegen die Titanen (Titanomachie)
Zeus wuchs friedlich in Kreta auf, und wurde von der Ziege Amaltheia ernährt und von den Nymphen großgezogen. Als Zeus mündig wurde, rettete er, wie einst prophezeit, seine fünf älteren Brüder und Schwestern und erklärte darauf den Krieg gegen seinen Vater und den Titanen, auch bekannt als "Titanomachie".
In diesem Kampf erlangten die Olympischen Götter den Sieg und Kronos wurde samt allen Titanen ins Elend der Underwelt gestoßen. Folglich kam es zu einer enormen Schlacht mit den Giganten und auch un diesem Falle waren die Olympische Götter überlegen; es war nunmal die Zeit gekommen, daß die Olympischen Götter die Welt herrschten.
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